Haustechnik-Corbusierhaus 
Berlin 

Informationen über die Wasserenthärtung 

Im Mai 2015 wurde im Corbusierhaus eine Weichwasseranlage zum Schutz der Warmwasserbereitungs-Anlagen Installiert.    

Grund für die Empfehlung zur Anschaffung einer Weichwasseranlage war 2012 die Änderung der Trinkwasserverordnung. Diese Änderung verpflichtet Betreiber von Großwasseranlagen zur Trinkwassererwärmung der Gefahr einer Legionellen-Infektion entgegenzuwirken.

Bereits bei der Erneuerung der Heizungsanlage 2007 wurde dieses Thema schon berücksichtigt.

Über einem "Reaktionsspeicher" wird das warme Wasser mit einer Mindesttemperatur von 70° thermisch desinfiziert. Um Legionellen im nachfolgenden Leitungsnetz zu verhindern, muss danach im gesamten Netz (nach neuer TrinkwV) eine Temperatur von mindestens 60° gewährleistet sein. Diese Vorkehrungen (hohe Temperaturen) haben Kalkausblühungen in Wärmetauschern, Pumpen, Absperrarmaturen und Leitungen etc. zur Folge. Sie kennen diese Verkalkungen von Ihren Duschköpfen und Armaturen. 

Durch die Vorschaltung einer Weichwasseranlage werden die Folgen und die daraus entstehenden Kosten minimiert. 

Auch in den Kaltwasserleitungen und Armaturen setzt sich Kalk ab. (Schauen Sie mal in Ihren Spülkasten)! Nicht so stark wie im Warmwasser jedoch deutlich spürbar. Daher kam der Gedanke auf, in das gesamte Leitungsnetz Weichwasser einzuspeisen. Schon die Einsparungen an Wasch- und Reinigungsmittel würde dies rechtfertigen. Waschmaschinen, Wasserkocher und Kaffeeautomaten leben länger. Die Kapazität der Anlage wurde daher bei der Planung und Ausführung so ausgelegt, dass sie auch für die gesamte Wasserversorgung des Hauses ausreichen würde. (Leider konnte man sich auf diese Variante nicht einigen).

Damit Sie sich ein Bild über die Wasserqualität im Corbusierhaus machen können, habe ich nach Installation der Weichwasseranlage Wasserproben entnehmen lassen! Diese Proben wurden einmal vor der Anlage und einmal nach der Aufbereitung sprich Enthärtung genommen und durch ein Labor analysiert 

Die entsprechenden Ergebnisse können Sie sich hier ansehen!

Wasserwerte vor der Enthärtung (Berliner Wasserbetriebe)

Wasserwerte nach der Enthärtung  

 

Weichwasseranlage im Corbusierhaus      

Schema der Funktionsweise

Beschreibung der Anlage:  

Die Schwierigkeit bei der Planung der Weichwasseranlage im Corbusierhaus lag nicht an der zur Verfügung stehenden Größe der Anlage, sondern an den im Haus (durch die Druckerhöhung) vorherrschenden Druckverhältnissen. Es mussten daher Flaschen für das Tauscherharz gefunden werden, die einen Druck von 8,5 bar plus Reserven aushalten. Der Hersteller BWT hat letztendlich einen Zulieferer gefunden, der die passenden Flaschen liefern konnte. Montiert wurde eine BWT-Rondomat-Duo10 - Diese Sonderanlage mit einem Betriebsdruck von 10 bar, entspricht den Anforderungen des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) entsprechend DIN EN 14743  

Die Kapazität der Anlage wurde bei der Planung und Ausführung so ausgelegt, dass sie für die gesamte Wasserversorgung des Hauses ausreicht.

Enthärtung und Regeneration:

Die Rondomat Duo-Wasserenthärter arbeiten nach dem Ionenaustauscherprinzip und besitzen laut Hersteller als erste Großenthärter-Generation (mit Leistungsklassen 3 - 6 und 10 m³/h bei 0,1°dh) das Prüfzeichen gemäß den neuen und verschärften DVGW Richtlinien. Anlagen der Rondomat Duo Serie sind durch mehrere Maßnahmen hygienisch "eigensicher".                                          

Eine sensible Steuerelektronik, mit einem im Weichwasserausgang eingebauten Kontaktwasserzähler, regelt den reibungslosen Arbeitsablauf der Anlagen. Ist der Weichwasservorrat erschöpft, wird automatisch die Regeneration der Enthärtersäule ausgelöst. Gleichzeitig wird das Membranventil im Hartwasserausgang der in Betrieb befindlichen Harzdruckflasche geschlossen, das der anderen geöffnet. Während die erste Harzdruckflasche arbeitet, wird die zweite regeneriert. So steht jederzeit Weichwasser zur Verfügung. Durch die alternierende Betriebsweise können Stagnationszeiten signifikant minimiert werden.  

BWT- Weichwasseranlagen reduzieren auf natürliche Weise den Kalkgehalt des Trinkwassers. Die integrierte, mit Spezialharz gefüllte Ionenaustauschersäule (Harzsäule) wird von „hartem“ Wasser durchströmt. Hier werden die im Wasser gelösten Kalzium- und Magnesium-Ionen entfernt und so das Wasser enthärtet. Während der Regeneration wird das Spezialharz mit einer leichten Kochsalzlösung gereinigt, sodass sich die Kalzium- und Magnesium-Ionen wieder lösen und mit dem Spülwasser abgeleitet werden können. Damit Salzwasser und Trinkwasser niemals miteinander in Berührung kommen, sind der Regenerations- und der Trinkwasserkreislauf völlig voneinander getrennt. So garantieren Weichwasseranlagen von BWT beste Trinkwasserqualität.  

Wartung und Betreuung der Anlage:

Die Betreuung und regelmäßige Überwachung (Regeneriersalz nachfüllen, Kontrolle der ist Zustände sowie das Führen eines Betriebstagebuches) übernimmt, wie bei allen technischen Anlagen im Haus, - die Haustechnik. Unsere Anlagen gehören, auch nach vielen Jahren, zu den "bestgepflegtesten", sodass Sie sich in dieser Hinsicht wohl keine Gedanken machen müssen. In vielen anderen Häusern ist dies sicherlich nicht selbstverständlich.  Die jährliche Wartung wird von der Herstellerfirma durchgeführt.

Falls Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, rufen Sie mich bitte an oder senden eine E-Mail!

Michael von Rein, Haustechnik

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