Haustechnik-Corbusierhaus 
Berlin 

Information Magerwiese

Rasenflächen oder Fettwiesen können mit etwas Arbeit und Geduld in Magerwiesen umwandelt werden. Dafür muss die Wiese „abmagern“. Auch bewaldete Flächen lassen sich zu Magerwiesen umwandeln, wenn die Flächen von Gehölz befreit sind.

Um eine Magerwiese anzulegen, gehst man wie folgt vor:

  1. Jegliche Düngung einstellen. Ziel ist ein möglichst nährstoffarmer Boden.
  2. Mähen der Wiese - möglichst kurz - und entfernen der hartnäckigen Gewächse, Moose und Unkraut.
  3. Zusammenrechen aller Pflanzenreste und entsorgen auf dem Kompost.
  4. Vertikutieren des Rasens oder umgraben der Fläche, um zurückgebliebene Wurzeln zu entfernen.
  5. Ist der Boden selbst sehr nährstoffreich, kann er weiter abgemagert werden. Dafür reichlich Sand unter die Erde mischen und eine dicke Schicht Erde-Sand-Mischung auftragen. Ist der Boden sehr sauer, kann der pH-Wert mit Kalk angehoben werden.
  6. Nach gründlichem Durchhaken des Bodens kann die Samenmischung verteilt werden und mit einem Rechen eingearbeitet werden. Tipp: Um die Samen gleichmäßig auszustreuen, kann die Mischung mit Sand oder Maisschrot gemischt werden.
  7. Damit die Samen keimen, sollte der Boden in den ersten Wochen durchgehend leicht feucht sein.

Bis eine prächtig blühende Wildwiese entsteht, braucht es etwas Geduld. Die einfache Pflege später macht den Aufwand aber allemal wett.

So wird die Magerwiese richtig gepflegt:

Wichtig ist, dass die Magerwiese nicht gedüngt wird, – das würde nur die schnell wachsenden Arten vorantreiben. Gemäht werden sollte die Magerwiese nur ein- bis zweimal im Jahr, am besten im Spätsommer, wenn alle Pflanzen verblüht sind und ihre Samen verloren haben. Es ist darauf zu achten, dass die abgemähten Pflanzenreste auf dem Kompost zu entsorgt werden, damit sie den Boden nicht mit Nährstoffen versorgen. Wenn schnellwüchsige Pflanzen noch immer zu sehr dominieren, kann es sinnvoll sein, einmal im Jahr den Rasen zu kalken. 


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